Die Zukunft des Controllings

Posted on Mittwoch, 07 März 2018.

Die Zukunft des Controllings

Die digitale Transformation des eigenen Unternehmens ist eine Herausforderung, der sich aktuell viele Organisationen stellen müssen. Was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden. Die digitale Transformation wird als strategisches Thema massiv Unternehmen und ganze Industrien verändern sowie automatisieren.

Die digitale Transformation wird als strategisches Thema massiv Unternehmen und ganze Industrien verändern sowie automatisieren. Betroffen von dieser Veränderung sind grundsätzlich alle Unternehmensbereiche. Im Besonderen betroffen sind jedoch Bereiche wie Finanzen und Controlling, da hier einerseits viele Unternehmensdaten zusammenlaufen und andererseits die zunehmende Nutzung von Daten zur Entscheidungsfindung und Managementunterstützung unerlässlich ist.

Aktuelle Herausforderungen für das Controlling

Eine beschleunigte Informationsversorgung für Entscheider, die zunehmende Berücksichtigung von Daten zur Entscheidungsfindung sowie die Digitalisierung interner Prozesse sind die drei wichtigsten Schwerpunkte, die Unternehmen im Rahmen der eigenen Digitalisierung verfolgen (siehe Abbildung 1). Die Digitalisierung sowie die zunehmende Geschwindigkeit und Unvorhersehbarkeit des eigenen Geschäfts erfordern eine agile, datenzentrierte und vorausschauende Planung, Steuerung und Kontrolle. Die digitale Transformation forciert damit den Druck auf Unternehmen, sich zu datengetriebenen Organisationen zu entwickeln. Um die Digitalisierung als Chance zu nutzen, ist die „Datenintelligenz“ erfolgsentscheidend: Daten haben nur dann einen Wert, wenn sie zur richtigen Zeit, in der richtigen Qualität und performant auswertbar zur Entscheidungsfindung zur Verfügung stehen.

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Abbildung 1: Top-Schwerpunkte, die Unternehmen im Bereich CPM im Rahmen der Digitalisierung verfolgen (Quelle: BARC-Studie „Corporate Performance Management im Zeitalter der Digitalisierung“, n=209)

Notwendige Kompetenzen für das Controlling der Zukunft

Um seiner aktuellen Rolle als Business Partner für das Management auch in Zukunft gerecht zu werden und gemeinsam komplexe sowie vernetzte Managementaufgaben im Rahmen der digitalen Transformation voranzutreiben, muss das Controlling zusätzliche Kompetenzen aufbauen. Neben der klassischen betriebswirtschaftlichen Methodenverantwortung und Mitwirkung bei der erfolgsorientierten Steuerung des Unternehmens muss sich das Controlling vor allem in Bereichen wie der Datenkompetenz, Analysekompetenz und Prognosekompetenz weiterentwickeln. Im Mittelpunkt steht somit die zunehmende Befähigung des Controllings („Empowerment“), um den Anforderungen der digitalen Transformation gerecht zu werden. Die intensivere Unterstützung des Controllings durch professionelle, integrierte Softwaresysteme und -architekturen („systemgestütztes Controlling“) ist dabei unabdingbar für eine zukunftsfähige, digitale Unternehmenssteuerung und -führung.

Fazit

Die digitale Transformation stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Neben der schnelleren Informationsbereitstellung für Entscheidungen sind dies die Berücksichtigung sowie Nutzung von Daten für fundierte Entscheidungen als auch die Digitalisierung der unternehmensinternen Prozesse. Essentielle Basis hierfür sind professionelle, integrierte Softwarelösungen zur Unterstützung eines modernen, datengetriebenen Controllings. Da der „Grad der Automatisierbarkeit“ bestimmter Teilbereiche in Finanzen und Controlling hoch ist (bspw. Buchhaltung, Kostenrechnung, standardisiertes Berichtswesen), müssen zusätzliche Kompetenzen aufgebaut werden. Ziel ist es, tiefergehende sowie nicht-triviale Erkenntnisse aus vorhandenen Daten zu ziehen und über Prognosen der Zukunft nach vorne gerichtete Maßnahmen zu erarbeiten. Die optimale Nutzung und Analyse interner und externer Daten wird zukünftig mehr denn je eine zentrale Herausforderung für den Erfolg von Unternehmen und damit auch das Controlling sein.

Autor:

Dr. Christian Fuchs